Was sind die Zutaten für einen gut gemixten Social Media Cocktail?

6. November 2009 | Von Melanie Licht and Olaf Nieke | Kategorie: Blog, Social Media Marketing, about crossmarketing

Unsere Top 5-Mixtur, um als Unternehmen in der Social Media-Kommunikation erfolgreich zu sein

Grundrezept für schnellen Überdruss:
Man muss unbedingt einen eigenen Blog haben. Man muss bei Facebook sein. Twitter ist unbedingt notwendig. Und am besten vernetzt man Blog, Facebook und Twitter miteinander. Dann gibt es auch noch wer-kennt-wen, flickr, YouTube, StudiVZ, MeinVZ, Chefkoch, Foren, Stakeholder-Blogs oder auch XING und und und.

So wird es wohl vielen gehen, die sich mit dem Thema Social Media befassen. Ausgehend von den Plattformen und der klassischen Mediasicht "viel bringt viel", wird ein kaum zu bewältigendes Maßnahmen-Paket geschnürt. Mal abgesehen von Dingen wie Zielgruppe, Planung, Strategie, Policy und Ressourcen, denken wir, dass in erster Linie ein paar "weiche" Faktoren maßgeblich für den Erfolg sind.

Hier nun unsere Top 5-Faktoren, um als Unternehmen im Bereich Social Media langfristig erfolgreich und nachhaltig glaubwürdig zu sein:

Top 1: Leidenschaft zu dieser Art der Kommunikation

Es klingt vielleicht banal, aber in unserer Zusammenarbeit mit Kunden haben wir immer wieder festgestellt, dass genau diese Banalität den entscheidenden Unterschied macht: So ist die wichtigste Zutat und die Grundvoraussetzung, die ein Unternehmen mitbringen muss, um im Bereich Social Media erfolgreich zu sein, die Liebe und Leidenschaft zu dieser Art der Kommunikation. Dazu gehört es, sich mit Social Media vertraut zu machen und zu verstehen, wie es funktioniert und entstanden ist.

Top 2: Wer Social Media richtig in die Kommunikation einbinden will, der muss die Spielregeln dieser Gemeinschaft kennen.

Wer gibt, bekommt auch etwas zurück. Social Media ist eine soziale Bewegung. Deshalb begegnen sich dort alle Teilnehmer auf Augenhöhe, treffen sich und unterstützen sich gegenseitig. Unternehmen müssen sich ganz klar überlegen, welchen Beitrag sie inhaltlich der Gemeinschaft zur Verfügung stellen können bzw. wollen - und mit welchem Nutzwert. Prüfen Sie mit welcher Art von Inhalten Mehrwert entsteht, und wie man sich als Unternehmen oder in Bezug auf ein Produkt innerhalb der Gemeinschaft glaubwürdig präsentieren kann.Deshalb bindet Social Media nicht zwingend hohe Spendings, sondern Zeit, und fordert ein hohes Maß an Kreativität und auch Flexibilität sowie Schnelligkeit. Nur gläubwürdiger und nutzwertiger Content erreicht Aufmerksamkeit und Relevanz ... und Sichtbarkeit auf allen Plattformen - inklusive Suchmaschinen. Eine riesige Chance und Bürde zugleich.

Top 3: Regelmäßigkeit schlägt Menge

Nicht die Menge des Content ist ungedingt entscheidend, sondern das Timing und die Regelmäßigkeit. Wir empfehlen unseren Kunden selbstverständlich mit einem Basiscontent und einer "Story" an den Start zu gehen. Die Grundlage für den Erfolg ist allerdings eine regelmäßige Aktualisierung mit neuen Inhalte. Wir empfehlen, dies mindestens mehrfach wöchentlich und idealerweise fast täglich zu tun. Erfolgreiche Unternehmen verhalten sich mehr wie ein Inhalteanbieter und nicht wie ein klassicher Werbetreibender (Socialnomics). Und: Es ist dafür Sorge zu tragen, dass auch der Rückkanal verlässlich besetzt wird, so dass schnell und flexible Rede und Antwort gestanden werden kann.

Top 4: Verwirren Sie sich nicht selbst mit den unterschiedlichsten Plattformen

Social Media bietet viele interessante Plattformen und Wege. Um dieses breite Angebot als Unternehmen bewältigen zu können, empfiehlt es sich, eine kommunikative Basis zu schaffen. Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen, nicht die Tools. Die Social Medie Tools ändern sich fast täglich, und ebenso ändern sich auch die Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten (Brian Solis - 3 Realities of Social Media). Sinnvoll ist es, mit einem Blog oder Social Media Newsrooms zu beginnen. Davon ausgehend können alle anderen Kanäle - wie beispielsweise Twitter, Facebook, Youtube und Flickr - vernetzt und mit Content versorgt werden.

Top 5: Halten Sie durch und knüpfen Sie Kontakte durch Beobachtung

Den wenigsten Social Media Konzepten ist es vergönnt, gleich zu Beginn einen reichweitenstarken BUZZ mit nur einer großen Aktion zu generieren. Erfolg mit Social Media baut sich langsam auf. Deswegen sollte man es als langfristiges Engagement und nicht als kurzfritige Kampagne betrachten. Denn erst nach und nach erarbeitet man sich - insbesondere über Weiterempfehlungen und die Sichtbarkeit sowie Relevanz über Suchmaschinen - seine Fans. Deshalb geben Sie dieser Art von Kommunikation Zeit, und bewerten Sie den Erfolg eher langfristig.

Werden Sie als Unternehmen auch Fan von privaten Social Media-Aktivisten, die als Opionleader bzw. Influencer in Ihrem Bereich gelten. Aus diesem Grund ist es wichtig über ein Social Media Monitoring zu beobachten, was im Netz über Sie, Ihre Mitbewerber oder auch Ihren Produktbereich gesprochen wird. Sie können erkennen, wer die relevanten Thementreiber sind und können zur Kommunikation beitragen.

Ein letzter wichtiger Tipp: Seien Sie ehrlich und authentisch. Faken Sie keine Kommentare.

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